HomeNewsErfolgreiches Insolvenzverfahren rettet Volkssolidarität in Freiberg

Erfolgreiches Insolvenzverfahren rettet Volkssolidarität in Freiberg

| News

News | 10.01.2008

Erfolgreiches Insolvenzverfahren rettet Volkssolidarität in Freiberg

Frei nach ihrem Leitmotiv „Miteinander – Füreinander“, das bereits die Nachkriegszeit, die DDR-Jahre und auch den gesellschaftlichen Umbruch 1989 überdauern konnte, ist es der Volkssolidarität gelungen, ihre größte Krise seit der Gründung im Dezember 1990 mit Hilfe des Insolvenzverwalters Rechtsanwalt Horst Helberg zu überstehen. Der Vorstand des eingetragenen Vereins Volkssolidarität Kreisverband Freiberg e.V. hatte am 27.Januar 2005 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem sich der Verein mit dem Bau einer Seniorenanlage für betreutes Wohnen in Oederan finanziell übernommen hatte und die Deutsche Kreditbank unerwartet Kredite gekündigt hatte. Die Finanzierung war durch die Kostenentwicklung des Bauvorhabens nicht mehr gesichert.

Der ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 18. April 2005 eingesetzte Verwalter RA Helberg von der Dresdner Anwaltskanzlei Pfefferle, Koch, Helberg und Partner übernahm die vorläufige Führung der Amtsgeschäfte. Von Anfang an machte es sich Rechtsanwalt Horst Helberg zum Ziel, den Kreisverband zu entschulden, das damals unvollendete Bauvorhaben in Oederan auszugliedern und durch einen Investor vermarktungsfähig fertig zu stellen. Das Vereinsvermögen wurde auf einem Treuhandkonto sicher deponiert. Das Kerngeschäft des Vereins konnte unverändert weiterlaufen, die 36 Ortsgruppen mit rund 3.000 Mitgliedern ihre Arbeit wie bisher weiterführen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand für Horst Helberg aber auch der Erhalt der damals etwa 140 Arbeitsplätze.

Seine anspruchsvollen Ziele konnte der in Heilbronn, Erfurt und Dresden tätige RA Horst Helberg alle erfolgreich realisieren. Inzwischen hat die Stadt Oederan den Rohbau der Seniorenanlage übernommen, fertig gestellt und die denkmalgeschützte Seniorenwohnanlage zwischenzeitlich auch eingeweiht. Parallel dazu steht der Kreisverband der Volkssolidarität, dank Helberg, auch wirtschaftlich wieder auf soliden Füßen. Nachdem mit allen Gläubigern Folgeverhandlungen geführt wurden, ist nun am 13.Dezember 2007 bei Gericht der vom Insolvenzverwalter Helberg erstellte Insolvenzplan bestätigt worden. Die formelle Aufhebung des Insolvenzverfahrens ist nunmehr nur noch reine Formsache. Nach weniger als drei Jahren konnten der Betrieb und damit alle Arbeitsplätze in Flöha gerettet werden. Inzwischen sind 151 MA einschl. 4 Auszubildenden und 6 Studenten der Berufsakademie beschäftigt.

Mit diesem Team sowie 2956 Vereinsmitgliedern in 33 Ortsgruppen betreibt der Verein nun uneingeschränkt eine Wohnanlage für betreutes Wohnen mit 38 Wohnungen in Flöha, acht Kindertagestätten in fünf Kommunen, sozialpädagogische Familienhilfe und ergänzende Hilfe, wie tägliches Austeilen von 800 Essen auf Rädern und stationären Mittagstisch, zwölf Tagespflegeplätze, eine Sozialstation mit einer Außenstelle in Freiberg und diverse Begegnungsstätten.

Feierliche Schlüsselübergabe in den Räumen der Volkssolidarität am 9. Januar 2008. RA Thomas Beck (Kanzlei Pfefferle Koch Helberg & Partner), Eva Beckmann (Geschäftsführerin Volkssolidarität Freiberg), Herr Wagler (Vorstandsvorsitzender Volkssolidariät Freiberg) und Insolvenzverwalter RA Horst Helberg

Auch in der örtlichen Presse fand die erfolgreiche Sanierung durch die Kanzlei Pfefferle, Koch, Helberg & Partner ein gebührendes Echo:Freie Presse vom 10. Januar 2008.