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Mieterhöhungen richtig gestalten – Potentiale nutzen


Mieterhöhungen richtig gestalten – Potentiale nutzen

Das Thema Mieterhöhungen ist nicht nur bei Mietern äußerst unbeliebt. Es ist für viele Vermieter ein Buch mit sieben Siegeln.  

Fakt ist: die Wohnraummieten in Ballungsräumen steigen auch in Zukunft. So verzeichnet der aktuelle Mietspiegel der Stadt Heilbronn Steigerungen von bis zu 20 Prozent (Neuvermietungen gegenüber Bestandsmieten). Wer diese Entwicklung auf dem Immobilienmarkt als Vermieter nicht nutzt, verschenkt bares Geld.

Unsere mietrechtliche Beratung hilft Ihnen, schlummernde Potentiale in Ihren Mietverträgen im Rahmen einer anwaltlichen Erstberatung zu finden und durchzukalkulieren. Die Mieterhöhung birgt zudem aus Sicht des Laien etliche juristische Fallstricke. Daher begleiten wir Sie bei Ihrer Mieterhöhung vom Mieterhöhungsschreiben bis hin zur gerichtlichen Durchsetzung.

Planen Sie eine Modernisierung Ihrer Immobilie? Auch hier können Sie von der derzeit noch vermieterfreundlichen Rechtslage profitieren und Modernisierungskosten großzügig auf die Mieter abwälzen.

Warten Sie nicht allzu lange. Denn die im Entwurfsstadium befindliche 2. Mietrechtsnovelle wird für Vermieter etliche Nachteile mit sich bringen.

Geplante Änderungen laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD

  

Mietspiegel:

Der Bindungszeitraum für einen qualifizierten Mietspiegel soll von zwei auf drei Jahre verlängert werden. Einfache Mietspiegel sollen auch in kleineren Städten und Gemeinden stärker zur Anwendung kommen.

Modernisierungskosten:

Wer modernisiert, soll die anfallenden Modernisierungskosten nur noch mit 8 Prozent statt bisher 11 Prozent auf Mieter umlegen dürfen. Dies soll in Gebieten geltender Kappungsgrenze gelten. Die Regelung soll auf fünf Jahre befristet und dann überprüft werden. Die umlegbaren Kosten sollen auf 3 Euro pro qm innerhalb von 6 Jahren begrenzt werden.

Für kleinere Modernisierungen bis zu einem Volumen von maximal 10.000,00 Euro soll dem Vermieter ein optionales, vereinfachtes Mieterhöhungsverfahren zur Verfügung stehen. Dieser Betrag soll unter Berücksichtigung eines Instandhaltungsanteils von 30 Prozent umgelegt werden können.

Das gezielte Herausmodernisieren soll den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen. Der Mieter soll in einem solchen Fall auch Schadensersatz geltend machen können.

Auskunftspflicht:

Eine Auskunftspflicht des Vermieters bezüglich der Vormiete soll gesetzlich vorgeschrieben werden.

Rüge des Mieters:

Dem Mieter soll es erleichtert werden, die Miethöhe zu rügen. Zukünftig soll eine einfache Rüge der Miethöhe ausreichen.

 

Diese in erster Linie mieterschützenden Regelungen sollen innerhalb eines Gesetzespaketes zur Wohnraumoffensive auf den Weg gebracht werden.

 

Ihr Ansprechpartner:

Michael Englert